Die Revolutionäre

Ein Dokumentarfilm, der sich mit der Frage auseinandersetzt wie unser zukünftiger Lebensraum aussehen wird und ob wir auch jenseits der Grenzen unseres Planeten leben können.

Das Projekt setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich der Lebensraum des Menschen verändern wird und ob die Erde als unsere Heimat in ferner Zukunft noch so existieren wird wie wir sie kennen. Unser Nachbarplanet Mars steht schon lange im Fokus von Forschern und Visionären, die diesen als einen neuen Lebensraum des Menschen betrachten.

Aber wie könnten wir auf einem Planeten unter extremer Ressourcenknappheit leben, ein Problem das bereits auf der Erde schwer lösbar scheint? Wir haben mit Weltraumforschern, Ökologen und Architekten gesprochen und deren Zukunftsvisionen eingefangen.

Filmplakat zum Film Die Revolutionäre

INTERVIEWS

Christiane Heinicke

Geophysikerin und Forscherin am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation. Teilnehmerin an einjähriger Mars-Simulation HI-SEAS auf Hawaii.

Barbara Imhof

Weltraumarchitektin, Designforscherin und Professorin am Institut für Experimentelle Architektur der Universität Innsbruck.

Aleksandar Janjic

Astrobiologe an der TU München. Erforscht die Entstehung außerirdischen Lebens.

Nathalie Frankowski

Architektin, Künstlerin, Autorin, Buchgestalterin und Mitbegründerin des WAI Architecture Think Tank und des Kunstkollektivs Garcia Frankowski.

Cruz García

Architekt, Künstler, Architekturtheoretiker und Mitbegründerin des WAI Architecture Think Tank und des Kunstkollektivs Garcia Frankowski.

Christian Obermeir

Astrophysiker und Fotograf

Laurens van der Wal

Architekt und Mitbegründer des Architekturbüros Walden Studio.

Gianluca Tondi

Chemiker und Forscher an der Fachhochschule Salzburg und der Universität Padua, der sich auf innovative Biomaterialien spezialisiert hat.

Marjolein Jonker

Langjährige Bewohnerin eines Tiny Houses.

Franz Keilhofer

Holzdrechsler und Gründer von Ginger Wood im Berchtesgadener Land.

SYNOPSIS

In zehn Jahren sollen die ersten Menschen zum Mars fliegen und auf dem roten Planeten leben. Seit der Mondlandung 1969, hat es kein Ereignis gegeben, das die Augen der ganzen Welt so gebannt auf die Raumfahrt gerichtet hat, wie der erste Schritt auf den Erdtrabanten. Doch in den 2010ern etabliert sich zum ersten Mal in der Raumfahrtgeschichte ein privates Unternehmen, das von Grund auf eine neue Rakete für die bemannte Raumfahrt entwickelt. Space X gerät schnell mit der Waghalsigkeit und schieren Masse an Testflügen in die Schlagzeilen.

Hawaii Space Exploration Analog and Simulation (HI-SEAS) Habitat, Mauna Loa, Hawaii

Rigoros treibt der CEO Elon Musk seine Mitarbeiter an ihre Belastungsgrenzen und scheut nicht davor zurück, allenthalben öffentlich seine Motivation kund zu tun: Nichts Geringeres als die Besiedlung des Mars – dass der Mensch seinen Lebensraum über die Grenzen der Erde hinweg ausweitet, ist für ihn nur der nächste logische Schritt in der Evolution.


Dieses Bild eines Sanddünenfeldes in einem Krater im südlichen Hochland wurde vom Mars Reconnaissance Orbiter der NASA aufgenommen. Besonders helle, bläulich gefärbte Flecken sind auf den saisonalen Frost zurückzuführen, der sich auf dieser Hemisphäre kurz vor dem Winter ansammelt.


Aber was bedeutet es, Menschen auf dem Mars anzusiedeln? In einem Lebensraum, der kaum lebensfeindlicher sein könnte?

Diese Frage habe ich Künstlern und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen gestellt und Perspektiven eingefangen, die die Grenzen zwischen Wissenschaft und Philosophie verfließen lassen. Neben zahllosen technischen und psychologischen Fragen trieb sie vor allem ein Paradox um: Der Mars gilt bislang als toter Planet. Keine Wälder, keine Pflanzen, keine Gewässer dienen hier als Ressource. Das Leben würde sich in einem Habitat auf kleinstem Raum abspielen, mit gerade mal den Dingen, die zum Überleben notwendig sind. Neben dem Aufbruch in das unbekannte Neue bedeutet das Leben auf dem Mars vor allem Verzicht.

Wie soll es möglich sein, hier eine Zivilisation aufzubauen, wenn nicht einmal die Erde dem steten Hunger nach Ressourcen zu genügen scheint?

Entlang von Raumfahrt, Umweltschutz und den Städten von Morgen entfernt sich die Diskussion allmählich immer weiter von Theorie und Umsetzbarkeit hin zu Fragen der Menschlichkeit und dem menschlichen Miteinander.

Dieses vom Mars Reconnaissance Orbiter der NASA aufgenommene Bild zeigt einen Teil der Cerberus Fossae, ein langes System von Dehnungsverwerfungen

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